Der Deutsche und die Gastarbeiter

Der Deutsche und die Gastarbeiter

Das passt mal wieder ales wie die Faust aufs Auge in dieser Woche: Montag eine Dokumentation im Fernsehen gesehen: “Deutschland vergreist”. Darin ging es, wie der Titel schon sagt, über die immer älter werdende Bevölkerung Deutschlands, und um mögliche Gegenmaßnahmen gegen Rentenabstürze etc… Eine Maßnahme, die darin vorgeschlagen wurde, war, mehr Einwanderer “anzulocken”, und ihnen das Leben hier noch schöner zu gestalten. Zum BEispiel mit höheren Fördergeldern, oder noch billigeren Mieten.

Als ob es ihnen nicht schon gut genug gehen würde, bekommen alle möglichen Zuschüsse, von denen der Otto-Normalbürger nur träumen kann.

Heute kam dann aber doch noch irgendwie was besseres als dieser Vorschlag: Wir durften uns in einem Seminar über innenpolitische Vorgänge der EU von einem aus Russland eingewandertem Mann, der seit 7 Jahren in Deutschland lebt, anhören, dass er gegen die Europäische Union sei, weil ihm dadurch von billiglohnbeziehenden Polen “sein Arbeitsplatz in diesem Lande” weggenommen werden würde. Auf die Idee, dass er mit seiner Imigration einem Staatsbürger den Job kostet kam er irgendwie nicht, bis es mir dann zufällig rausgerutscht ist, und er kein Gegenargument mehr wusste…

Nicht dass ihr jetzt falsch von mir denkt, ich habe gar nichts gegen Einwanderer, sind auch nur Menschen wie ich und ihr, aber mal ganz ehrlich, wenn ich in die Türkei oder nach Russland gehen würde, dort staatliche Zuschüsse für Wohnung, Heizung, Zeit bis zum Arbeitsbeginn, falls das mal kommt, Essen, etc… fordern würde, und dann noch solche Sätze reißen würde, dann würde man mich warscheinlich ne Woche später tot in irgendeinem Hinterhof finden, oder gar nicht mehr.

4 Antworten

  1. Vielleicht hätten die Dokumentatoren einmal auf die Idee kommen sollen, dass es vielleicht sinnvoll wäre, in Deutschland Bedingungen zu schaffen, die es einer Mehrheit erlauben und sie motoviert, sich Kinder anzuschaffen? Leider muss man dazu schon relativ priviligiert sein, zumindest, wenn man mehr als ein Kind will. Aber DAS wäre wohl ein Beitrag zu unserer Verjüngung.

  2. Allerdings, es ist einfach so, dass sich heutzutage die wenigsten Paare Kinder, oder zumindest eines leisten können, vor allem keine jungen Paare, da hast du recht. Aber die HerrenPolitiker haben ja wichtigeres zu besprechen, z.b. wie sie das rauchverbot zum achten mal ändern sollen, damit alle glücklich sind…..

  3. Hossa. Das könnte jetzt hier ein seitenlanges Referat werden, doch ich versuche mich kurz zu fassen.

    In diesem Beitrag stecken zu viele Themen drin, als das es eine wirkliche Lösung oder Meinung geben könnte.

    Die erste Generation von Gastarbeitern haben wir hergeholt um Arbeiten zu machen, die wir nicht machen wollten, weil wir uns zu fein sind.

    Das die Leute nicht nur Gäste sind, sondern irgendwann heimisch werden haben die genialen Köpfe damals nicht bedacht. Daher gab es damals keine Integration, was uns heute das Genick bricht.

    Das es in jedem Land ein und Auswanderer gibt ist klar. Deutsche wandern in andere Länder aus und nehmen da Jobs weg theoretisch so wie Einwanderer nach Deutschland theoretisch Jobs wegnehmen. Ein Geben und Nehmen.

    Man sollte sich freuen, wenn jemand einwandert und um das soziale Gefüge besorgt ist und sich vor allem innerhalb dieses Gefüges bewegt und bewegen kann.

    Zu guter letzt ist Einwanderung für die Bevölkerungsdichte kein geeignetes Mittel. Dadurch schafft man sich zu viele Probleme auf anderen Seiten. Statt also Einwanderung zu fördern sollte man sehen, dass man evtl. mit einem Bürgergeld o.ä. Dingen die Möglichkeiten fördert Kindern eine solide Zukunft zu bieten.

  4. Lieber Thomas, ich glaube ich habe dich ganz gut verstanden, jedoch möchte ich was dazu sagen. Du schreibst:

    Nicht dass ihr jetzt falsch von mir denkt, ich habe gar nichts gegen Einwanderer, sind auch nur Menschen wie ich und ihr, aber mal ganz ehrlich, wenn ich in die Türkei oder nach Russland gehen würde, dort staatliche Zuschüsse für Wohnung, Heizung, Zeit bis zum Arbeitsbeginn, falls das mal kommt, Essen, etc… fordern würde, und dann noch solche Sätze reißen würde, dann würde man mich wahrscheinlich ne Woche später tot in irgendeinem Hinterhof finden, oder gar nicht mehr.

    Russland belegt den 6 Platz weltweit als Einwanderungstaat :) Viele Leute aus den meisten ehemaligen Republiken oder strömen hin, weil es dort mehr Geld und Arbeit gibt. Was auch verständlich ist. Da dort (leider) sich gerade Kapitalismus entwickelt, gilt einfach die Regel – wer besser arbeiten kann, der lebt besser.

    Dasselbe würde ich auch hier behaupten. Als Russin in Österreich habe ich eine Spitzenposition in einem rein Österreichischen Unternehmen, weil ich wahrscheinlich besondere Leistungen bringen kann.
    Main Fazit: keiner nimmt jemanden anderen den Job. Entweder hast du es drauf oder nicht. Unabhängig von der Nationalität. So ist nun mal die Regel des Systems in dem wir alle leben, oder?

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