Piraten
„Bist du auch ein Pirat?“
Da ich aufgrund eines meiner letzten Beiträge ein paar Mails mit Inhalten wie diesen bekam, muss ich mich hier doch kurz outen.
Ich mag die Piratenpartei, ich habe sie bei der Europawahl gewählt und werde sie höchstwarscheinlich auch im Herbst wieder wählen. Aber nein, ich bin weder Parteimitglied, noch sonstiger Unterstützer jeglicher Art.
Warum nicht? Erstens fehlt mir für aktive Mithilfe, wozu ich normalerweise sehr offen bin, noch etwas die Zeit im Moment und zweitens, hauptsächlich, weil mir das Parteiprogramm der Piraten einfach zu viele Lücken und Fragen offen lässt und ich für aktives Engagement – sei es nur öffentliche Bekenntnniss durch ein Banner auf meinem Blog oder sei es sogar der Parteibeitritt – doch gerne wissen würde, was die Partei außer den genannten Punkten noch verfolgt, wohin sie sich entwickelt, und wie es weitergeht.
Die Piraten vertreten eine Meinung, die sich in unserer Gesellschaft leider etwas aus den Köpfen gedrängt hat, über die die heutigen Menschen nicht mehr nachdenken. Die Partei hilft dazu bei, dass Menschen wieder über Begriffe wie Freiheit, Autonomie, oder über die staatliche Überwachung nachdenken, und darüber, in was für einer Gesellschaft sie denn wohl leben wollen, und das ist gut. Das ist mehr als gut.
Auch wenn das derzeitige Programm hier und dort vielleicht noch etwas Differenzierungsbedraf hat, ich finde es gut, und wenn die Piraten in die richtige Richtung weiterarbeiten werden sie sicherlich, und bald, eine durchaus konkurrenzfähige Opposition bilden, und denmeines Erachtens stark abgerutschten Parteien SPD und CSU/CDU doch einige Kopfschmerzen bereiten.
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